Einen Sch*** muss ich.. – warum man nicht jeden Trend mitmachen muss! #truetalk

Dies ist er dann wohl; mein erster Artikel zu einer Blogparade. Und dann auch noch zu so einer tollen! Elke ruft bis zum 31.08.2017 bei ihrer Blogparade dazu auf, einen Artikel zu dem Titel “Einen Scheiß muss ich – warum man nicht jeden Trend mitmachen muss!“ zu veröffentlichen.

Und schwups, mache ich schon wieder einen Trend mit. Ich blogge, reise und nun nehme ich an dieser Blogparade teil. Aber schon als ich den Titel las, war klar: Da muss ich mitmachen!

Das Thema “mit dem Strom schwimmen“ ist für mich nämlich gleichzeitig auch ziemlich persönlich. Ich bin lange dem Trend nachgejagt bis ich gemerkt habe, dass das alles nicht ich bin. Das sind nicht meine Ideale, nicht meine Träume und auch nicht meine Vorstellungen von der Welt. Ich will nun endlich mein Leben führen, denn schließlich habe ich nur dieses eine.

“Jeder hat zwei Leben.

Das zweite beginnt, wenn wir endlich begreifen, dass wir nur das eine haben!“

Steven Sotloff

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Zurück zum Anfang..

Schon in jungen Jahren habe ich zu spüren bekommen, dass wenn man aus finanziellen  Gründen (oder welchen auch immer) nicht bei jedem Trend mitmacht, direkt ausgegrenzt wird.

Keine Markensneakers, kein Scout-Schulranzen und heutzutage wäre es wohl so, wie wenn man als 13 Jähriger nur ein zwei-Generationen-altes iPhone besitzt. Oder schlimmer noch: gar keins!

Ich will euch eure Illusion nicht kaputt machen, aber Kinder können ziemlich gemein sein. Das verübele ich ihnen aber auch nicht (mehr);  muss wohl an deren Erziehung gelegen haben.

Trend mit Folgen..

Das Verhalten der Mädchen in der Grundschule, die Angst vor der Schule in der Mittelstufe und die Sprüche hörten auf. Äußerlich..
Ich verlor mich selbst in der Sucht nach Perfektion. Stürzte mich von einer Dummheit in die nächste und versuchte nur irgendwie dazu zugehören.

So wirklich funktionierte das aber nicht. Ich war nicht mehr ich selbst. Rutschte in eine Esstörrung mit 14, danach direkt in die nächste. Resultat: Ich kam in eine Klinik.

Nach der Selbstentlassung wurde es leider immer noch nicht leichter für mich. Ich wusste nicht mehr wer ich war.

Was macht denn mich aus? Was will ich denn?

 

..6 Jahre später..

..habe ich gelernt, dass es nicht wichtig ist, was andere sagen oder denken. Ich muss eben nicht jeden Trend mitmachen, weil ich endlich zufrieden mit mir bin.

Trotzallem sind manche Trends ziemlich amüsant und entsprechen auch mehr “mir“, weshalb ich durch Zufall so hipp bin und blogge, vegan lebe, viel reise und Yoga mache 😉

Ich muss aber nicht mehr abnehmen und im Frühling panisch werden, weil alle Zeitschriften nur mit Diäten zugetextet sind, wenn ich mich in meinem Körper wohlfühle. Ich muss keine Highheels tragen um mich sexy zu fühlen oder das machen, was alle machen.

Auch heute denke ich noch manchmal, ich müsse mehr feiern, andere Interessen verfolgen oder sonstiges, nur weil man das in meinem Alter halt “so macht“.

Aber dann erinnere ich mich wieder daran, dass ich eben wirklich nicht jeden Trend mitmachen muss und auch ziemlich cool auf meine “langweilige“ Art bin! 😉

Hast du dir denn schon einmal Gedanken gemacht, in welchen Bereichen du dich von anderen lenken lässt? Änderst du häufig deinen Style, versuchst immer es allen recht zu machen oder übst vielleicht sogar eine Ausbildung/ einen Job aus, der aber nur deinen Eltern anstatt dir gefällt? Dann überlege dir vielleicht einmal, was denn dich glücklich machen würde. Was gefällt dir denn?

Glaub‘ mir, keiner sollte dir vorschreiben was du zu tun oder wie du zu leben hast.

Ob du gerne pink mit grün kombinierst, Nutella aus dem Glas löffelst oder einfach nur einen Fremden auf einer Party knutschst.

Solange es dir Spaß macht und du Freude verspürst, ist es genau das, was du tun solltest!

Es war nicht gerade leicht, an diesen Punkt zu gelangen, aber es war für mich so befreiend! Also mein heutiger Rat an dich: Hör‘ mehr auf dich, als auf andere!

 

Nimm doch auch an der Blogparade von Elke teil und  schicke oder verlinke mir anschließend deinen Artikel.

Ich bin schon gespannt! (:

 

 

 

 

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9 Kommentare zu „Einen Sch*** muss ich.. – warum man nicht jeden Trend mitmachen muss! #truetalk

  1. Liebe Lu,
    vielen Dank für diesen ehrlichen und einfach wunderbaren Artikel! In einigen Punkten hab ich mich wiedererkannt – und ich musste grade total grinsen: Bei mir war es kein iPhone, das gab’s damals noch nicht. Es war ein Gameboy, den irgendwie alle hatten, außer mir. Fand ich damals auch nicht so tragisch, Bücher waren mir eh lieber. Und heute bin ich diejenige, die die Leute anrufen, wenn sie Computerprobleme haben. So prägend die Teenie-Zeit sein mag, so wenig sagt sie darüber aus, was später mal aus uns werden kann bzw. wo wir unsere Stärken entdecken.
    Dir wünsch ich alles Liebe und hoffe, dass du weiterhin deinen eigenen Weg gehst!

    Liebe Grüße
    Elke

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  2. Oh, wie ich das kenne, liebe Lu! Ich war immer die mit den C&A Klamotten, während alle anderen die damals angesagten Klamotten von Fiorucci, Vanillia, Closed und Esprit hatten… (Du kennst wahrscheinlich nur die letzten beiden?) … das hat einen massiven Markenfimmel in mir ausgelöst. Und auch wenn der längst überwunden ist, ertappe ich mich doch manchmal dabei, dass meine innere 15-Jährige da wieder mitmachen will. Es ist dieses uralte menschliche Bedürfnis, dazuzugehören. Auf der anderen Seite will man sich abgrenzen. Vielleicht nicht jeder, aber Leute wie wir, oder? Und wenn man dann etwas tolles gefunden hat, womit man sich abgrenzen kann, und es wird Trend, ist man irgendwie auch ein bisschen sauer darüber….
    Schöner Artikel!
    Viele liebe Grüße von Anja

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    1. Leider sagt mir sogar nur Esprit etwas 😮 Bei uns war es dann Ed Hardy (was ich sowieso irgendwie nie wirklich hübsch fand?) und teils haben sie bei mir in der Mittelstufe schon Handtaschen von Michael Kors gehabt oder eine der neusten Spiegelreflexkameras inklusive einmal Bali im Jahr.

      Vielen Dank für dein Lob (: freut mich ♥

      Liebste Grüße

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  3. Das ist ein so schöner Artikel und das Zitat gefällt mir mega gut. Es ist nämlich wahr. Ich habe auch erst in den 20ern begriffen, worum es geht und dass ich mein eigenes Ding machen muss, war ein langer und steiniger Weg, aber heute mag ich mich wirklich richtig gerne leiden. 🙂

    Danke, dass du deine Geschichte mit uns teilst.
    Liebst
    Eve von http://www.eveblogazine.com

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  4. Danke für deine sehr weisen Worte. Ich glaube es hat etwas mit dem Alter zu tun. Am Anfang tun es die meisten … mit dem Strom mitschwimmen und sich stets Gedanken darüber zu machen, was wohl andere darüber denken. Ich glaube das ändert sich mit dem Alter. War zumindest bei mir so 🙂

    LG
    Tina

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